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Fotopapiere und Filme Filme und Fotopapiere enthalten in der Regel Gelatine. Mit digitalen Geräten ergeben sich zwar neue Perspektiven, doch bei der Ausgabe auf Fotopapier stellen sich die alten Fragen. Vegan.de hat recherchiert, welche Lösungen schon heute ohne Gelatine auskommen.
Eines der neuen Angebote zur digitalen Fotografie ist die »Photonet Order Station« von Kodak. Hier kann man selbst Abzüge seiner digitaler Bilder bestellen und sie auf Fotopapier ausgeben lassen. Nach Auskunft von Kodak ist Gelatine jedoch auch heute noch ein »relativ unbedeutender«, aber notwendiger Bestandteil von Filmen und Fotopapieren - sowohl bei der klassischen Entwicklung als auch bei der Ausgabe von Digitalfotos über die Order Station.
Fuji Film Europe erklärt auf unsere Anfrage, dass alle von der Firma produzierten Filmen Gelatine enthalten. Bei Farbnegativfilmen und Thermoautochrompapier für digitale Heimdrucker sind dies fünf bis zehn Prozent, Color-Fotopapier besitzt einen Gelatineanteil von einem bis fünf Prozent. Fujifilm beschäftigt sich übrigens bereits seit einiger Zeit mit der Entwicklung gelatinefreier Filme. Es gibt jedoch noch kein serienreifes Produkt.
Polaroid verarbeitet für Klein- und Sofortbildfilmen ebenfalls Gelatine. Aber bei Papieren für den Thermosublimationsdruck werden Verfahren eingesetzt, die zur Bilddarstellung keine durch Gelatine gehaltenen Silberpartikel benötigen. Somit kann man bei Fotografen, die z.B. Geräte der Serien »Studio Polaroid 302« oder »502« einsetzen, mittels digitaler Fotosysteme gelatinefreie Pass- und Portraitfotos anfertigen lassen.
Auch Sony stellt Thermosublimationsdrucker für die digitale Fotografie her. Die Pressestelle von Sony Deutschland sieht sich jedoch außerstande, unsere Frage nach Gelatine im eingesetzen Bildmaterial zu beantworten.
Canon hat auf unsere Anfrag leider nicht reagiert.
Diese Informationen geben im wesentlichen den Stand der Dinge um das Jahr 2000 wieder. In den zehn Jahren seitdem hat sich an der Gesamtsituation tatsächlich leider nichts geändert. Gelatine ist wie vor ein Bestandteil der Trägerschicht von Fotopapieren, auch von Fotopapier für Tintenstrahldrucker. Wir werden uns aber bemühen, neuere Informationen zu beschaffen, wären auch für entsprechende Zuschriften und Quellen sehr dankbar: zur Kontaktseite |
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